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StudienProgramm zur Erneuerung der Strukturen

Logo Solidarische Gemeinde Reute-GaisbeurenDer Runde Tisch" der Aktion Leben und Wohnen im Alter in Reute-Gaisbeuren" hatte bei einer Veranstaltung am 22. Mai 2012 mit Frau Ingrid Engelhart von SPES eine ausgewiesene Fachfrau für dieses Thema zu Besuch. Sie weilte zufällig im Kloster Reute und erklärte sich spontan bereit, über ihre Erfahrungen zu berichten und Unterstützung zu leisten.

SPES ist das lateinische Wort für Hoffnung und bedeutet StudienProgramm zur Erneuerung der Strukturen".

Auf ihrer Homepage schreibt SPES über sich: Im Verein 'SPES Zukunftsmodelle e.V.' haben sich Menschen zusammengeschlossen, die zur Stärkung der Lebensqualität beitragen wollen, indem sie Methoden zur Bürgerbeteiligung, Modelle für Nahversorgung und Nachbarschaftshilfe, Konzepte im Blick auf den demographischen Wandel, Initiativen für die Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe und weitere Zukunftsmodelle entwickeln. Der Verein unterstützt Gemeinden und Regionen, die diese Modelle umsetzen wollen."

Frau Engelhart ließ sich an diesem Abend über das Vorhaben in Reute und Gaisbeuren informieren und berichtete ihrerseits über ähnliche Modelle, die andernorts inzwischen erfolgreich umgesetzt wurden. Vor allem die in unseren Ortschaften bereits existierenden Strukturen der organisierten Nachbarschaftshilfe" sollte, nach ihrem Vorschlag, zu einer Hilfe von Haus zu Haus" weiter ausgebaut werden. Dazu wäre es sinnvoll, interessierte Mitbürgern vor ihrem Einsatz in entsprechenden Kursen gut vorzubereiten. Als Anreiz sollten diese dann auf der Basis eines '400-Euro-Jobs' entlohnt werden.

Ergänzend hierzu stellte die Referentin das Modell Zeitbank 55+" vor. Dabei unterstützen sich Menschen gegenseitig nach dem Muster Ich biete - ich brauche" hierbei werden verschiedene Dienstleistungen - wie Hilfe im Haushalt und Garten, Begleitung zu Arztbesuchen oder Einkäufe erledigen - angeboten und gesucht. Für die Hilfe, die man gibt, bekommt man die Zeit auf einem Stundenkonto gutgeschrieben. Wenn man selbst Hilfe in Anspruch nimmt, bezahlt" man mit diesen angesparten Stunden. Erklärtes Ziel ist es, dass unsere Mitbürger so lange wie möglich selbstständig und gut vernetzt in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können.

Die Tätigkeit der Zeitbankmitglieder ist rein ehrenamtlich und freiwillig.

Frau Engelhart war von dem, was in Reute und Gaisbeuren bereits an Engagement in das Projekt Wohnen und Leben im Alter" investiert wurde und von dem, was bereits geleistet wird, sehr beeindruckt und bot ihrerseits jegliche Unterstützung beim weiteren Aufbau an.

(Text: Lothar Grobe, Reute)