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Rückblick 2013

Das Jahr neigt sich dem Ende zu ...

...in seinen letzten Stunden blättern wir noch einmal die Tage im Kalender zurück und halten inne, um Vergangenes, Vorhandenes, Erwartungen und Neues zu bedenken. Und auch, um das neue Jahr zu planen.

Im abgelaufenen Jahr 2013 hat sich in unseren Ortschaften wieder sehr viel ereignet über das es sich lohnt, es in Erinnerung zu rufen.

Auch dieses Jahr möhten wir uns wieder bei allen Organisationen und Vereinen ganz herzlich dafür bedanken, dass sie unseren Mitbürgern auch im Jahr 2013 vielfätige Freizeit- und Kulturangebote gemacht haben.

Unser Dank gilt den Mitbürgern, die sich über das ganze Jahr in unseren Vereinen engagieren und einen Großteil ihrer Freizeit der Allgemeinheit zur Verfügung stellen.

Höhepunkte waren in diesem Jahr sicher alle Veranstaltungen in Zusammenhang mit dem fünfzigjährigen Jubiläum der Narrengilde Reute. Es war sehr beachtlich, welche Ideen entwickelt werden können, um Rückschau zu halten.

Besonders bemerkenswert: Die Ausstellung fand zum großen Teil im historischen Gerichtssaal des alten, leerstehenden Pfarrhauses statt, das mit seinen Fresken und Gemälden einen einmaligen Rahmen bot. Interessierte Besucher hatten damit auch die seltene Gelegenheit, diese ansonsten für die Öffentlichkeit nicht zugänglichen Räumlichkeiten zu besichtigen. Unter anderem konnte dabei das wohl älteste Fasnetsbild der Ortschaft aus dem Jahr 1739 bestaunt werden. Durch solche Aktivitäten und die vielen anderen öffentlichen Veranstaltungen wird deutlich, dass Reute und Gaisbeuren attraktive Wohnplätze sind. Das zeigen auch die Bewerbungszahlen für die geplante Erweiterung des Baugebietes Drei Eichen und der schnelle Verkauf der Bauplätze Am Zettelbach. Allerdings müssen die Bauinteressenten für Reute sich noch in Geduld üben. Der Flächennutzungsplan ist zwar schon genehmigt, im neuen Jahr beginnt die Planungsphase, in der aber noch viel zu klären ist. Unser Wunsch für einen ersten Baubeginn wäre Herbst 2014.
Bei der geplanten Ansiedlung des Lebensmittelmarktes in Reute, eine wichtige Forderung der Bürger aus den ELR-Diskussionen, sind in diesem Jahr Fortschritte erzielt worden. Die Änderung des Flächennutzungsplanes mit den vorgeschriebenen Anhörungen ist zur Zeit in Arbeit. Aber auch bei diesem Vorhaben ist Geduld erforderlich, bis der Lebensmittelmarkt und der Neubau der Raiba Reute-Gaisbeuren vor dem Friedhof ihren Standort beziehen können. Eine Zeitlang sah es so aus, als ob dieses Vorhaben keine Chance in Reute haben sollte, bis auch der Gemeinderat Bad Waldsee sich deutlich für den Antrag des Ortschaftsrates Reute aussprach.

Auch wenn es den Eindruck erweckt, dass Bauwillige in Reute zur Zeit schlechte Karten haben, fanden sie doch in diesem Jahr vor allem durch Abriss älterer Häuser sehr schöne Bauflächen, auf denen attraktive Wohnungen gebaut wurden bzw. werden.

Es ist unser erklärter Wunsch, dass Hausbesitzer die Gelegenheit nutzen ihre Gebäude, vielleicht mit öffentlichen ELR-Geldern zu sanieren und appellieren gleichzeitig an die Besitzer von sogenannten Baulücken, ihre Flächen zur Bebauung zur Verfügung zu stellen.

Es gilt in der Politik der Grundsatz: Innenentwicklung vor Außenerschließung. Eine Versiegelung neuer Flächen im Außenbereich sollte unbedingt vermieden werden.

Die Breitbandversorgung konnte im abgelaufenen Jahr 2013 leicht verbessert werden. Die Firma Neckarcom hat den Glasfaseranschluss bis nach Gaisbeuren gelegt. Einige Betriebe und Haushalte sind schon angeschlossen, weitere werden noch folgen. Die Versorgung vor allem der kleineren Teilorte ist weiterhin sehr unbefriedigend.

Nach wie vor nicht voll ausreichend ist der EDV-Anschluss in der Ortschaftsverwaltung Reute-Gaisbeuren. Immer wieder müssen unsere Verwaltungsangestellten mit Einschränkungen oder auch Ausfällen fertig werden. Nachdem eine Angestellte in diesem Jahr ausgebildet wurde, können seit Ende November auch wieder Ausweise und Reisepässe in unserer Ortschaftsverwaltung beantragt werden. Ein weiterer Schritt zu einem bürgerbüroähnlichen Angebot in Gaisbeuren.

Die Arbeit der beiden zusammengelegten Ortschaftsverwaltungen verläuft, wie erwartet, gut.

Ein ganz wichtiges Ereignis für unsere Ortsteile war in diesem Jahr die Wahl eines neuen Ortsvorstehers von Gaisbeuren und des Verwaltungsleiters von Reute und Gaisbeuren. Der langjähige bisherige Amtsinhaber, Franz Bendel, wurde an seinem letzten Arbeitstag, dem 30. September, in einer (bemerkenswerten) Veranstaltung im Dorfgemeinschaftshaus in den wohlverdienten Ruhestand verab-schiedet. Seinen Nachfolger, Herrn Achim Strobel, wählten die Gremien bereits im Sommer; er trat im September 2013 seinen Dienst an.

Nach der nächsten Kommunalwahl am 25. Mai 2014 gibt es dann nur noch eine gemeinsame Ortschaft Reute-Gaisbeuren mit einem gemeinsamen Ortschaftsrat und einem gemeinsamen Ortsvorsteher. Es gilt dann das Mehrheitswahlrecht (keine unechte Teilortswahl). Sorgen bereitete uns in diesem Jahr die personelle Besetzung unseres gemeinsamen Bauhofes in Reute. Durch die längere Erkrankung eines wichtigen Mitarbeiters wird vom bestehenden Personal sehr viel Mehrarbeit gefordert; manche gewohnte Aufgabe muss einfach warten.

Die Bewohner von Reute werden sich in diesem Winter an einen neuen Schneeräumer gewöhnen müssen. Herr Werner Halder hat zum Ende des vergangenen Winters seinen Vertrag gekündigt. Das haben wir sehr bedauert, mit seiner Arbeit waren wir immer sehr zufrieden, an dieser Stelle wollen wir uns auch nochmals herzlich bei Herrn Halder für seinen treuen Dienst bedanken. Als Einheimischer kannte er sich hier im Ort aus und war kurzfristig verfügbar.

Sein Nachfolger kommt mit seinem Gerät jetzt im Winter aus Hochdorf und muss sich natürlich noch einarbeiten, was ihm aber dank seiner langjährigen Winterdiensterfahrung auch bereits gut gelungen ist. Dennoch dauert die Einarbeitung erfahrungsgemß einige Zeit, Verbesserungsvorschläge, Hinweise und Beschwerden nimmt die Ortschaftsverwaltung entgegen.

Der schmale finanzielle Rahmen hat es leider in diesem Jahr wieder nicht ermöglicht, dass in allen Ortsstraßen die offenkundigen Mängel beseitigt werden konnten. Wir melden alle Schäden jedes Jahr und hoffen, dass dann z. B. doch auch mal die Müllerbühlstraße, der Mühlberg, der Irisweg, die Ortsstraße in Untermöllenbronn oder auch der Kremserweg gerichtet werden.

Ebenso wäre es wünschenswert, dass im kommenden Jahr auch die Ortsdurchfahrten Dinnenried, Ankenreute und Arisheim in Angriff genommen werden.

Erfreulich war aber in den letzten Wochen der Neubau der Durlesbachbrücke in der Augustinerstraße. Um einen besseren Durchfluss zu erreichen musste die Straße etwas erhöht werden; daran müssen sich Autofahrer wohl erst noch gewöhnen und es verlangt ein angepasstes Tempoverhalten, was auch zur Verkehrsberuhigung entlang des Schulwegs beitragen dürfte. Besonders positiv ist, dass es auf dieser Brücke einen separaten Fußgängerweg gibt. Weil in diesem Bereich 4 Straßen zusammentreffen und zusätzlich der Schulweg für viele Kinder durch die Wachtersgasse führt, haben wir Markierungslinien beantragt, die Autofahrer zu besonderer Vorsicht mahnen soll. Weil die Durlesbachbrücke in der Augustinerstraße in Reute nur noch für eine Belastung von 3 Tonnen zugelassen war, musste der Schülerbus in den vergangenen Jahren den Umweg durch den sehr engen Kremserweg nehmen. Damit verbunden war auch die Verlegung der Bushaltestelle in die Eisenfurter Straße. Dieses Provisorium ist jetzt endlich vorbei; die neue Brücke ist fertig und es gibt keine Tonnagebeschränkung mehr. Somit kann der Schulbus wieder die früher übliche Strecke durch die Augustinerstraße fahren. Die Haltestelle ist dann auch wieder im Bereich der Metzgerei Frank.

Auch die Planungen zum Ausbau der B30 haben die ersten Hürden genommen. Auf Vorschlag des Regierungspräsidiums haben sich die Ortschaftsräte von Reute und Gaisbeuren sowie der Gemeinderat Bad Waldsee für drei Freihaltetrassen entschieden. Im Sommer wurde dann die Westvariante zur Aufnahme in den vorläufigen Bedarfsplan beschlossen. Inzwischen hat auch die Landesregierung die Projektanmeldung vom Egelsee bis Bad Waldsee Süd an den Bundesverkehrsminister positiv weitergeleitet. Eine Aufnahme in die vordringliche Bedarfsplanung ist Voraussetzung für ein Planungsrecht und eröffnet die Chance einer zeitnahen Verwirklichung. Dabei bleibt aus Sicht vieler Bewohner unserer Orte die große Hoffnung, dass später eine andere Baulösung gefunden wird als die Durchschneidung der Flächen zwischen Reute und Gaisbeuren.

Auf unserem Friedhof konnten in diesem Jahr die Hauptwege neu verlegt werden; jetzt sind diese wieder wellenlos . Eine Umplanung und ein digitaler Belegungsplan wurde in Auftrag geben. Der vermehrte Wunsch nach Urnen- und Rasengräbern aber auch nach einer weiteren Stele wurde dabei berücksichtigt, diese wird gesetzt werden sobald es die Witterung wieder zulässt.

In der Durlesbachhalle erfolgten einige notwendige Innen- und Außen-sanierungen. Erfreulich ist auch, dass wir zum Beginn des Schuljahres 2013/2014 an der Durlesbachschule den neuen Schulleiter Herrn Scharfenort begrüßen durften, der im November auch feierlich mit einem Festakt begrüßt wurde, maßgeblich mitgestaltet von den Schülerinnen und Schülern der Durlesbachschule. Der Gewinn eines neuen, engagierten Schulleiters vermag auch etwas darüber hinwegzutrösten, dass mit dem Ende des Schuljahres der letzte Jahrgang von Hauptschülern verabschiedet werden wird. Im kommenden Jahr wird aller Voraussicht nach als Ersatz für die inzwischen allesamt in die Jahre gekommenen Heizungen der Gebäude Durlesbachhalle, Durlesbachschule, altes Rathaus, alte Schule und Kindergarten ein Blockheizkraftwerk installiert werden, welches die Gebäude zentral über ein Nahwärmenetz versorgen wird.

Außerdem planen die Feuerwehren Gaisbeuren und Reute sich zusammenzuschließen, wozu zunächst eine Umnutzung des derzeitigen Feuerwehrgebäudes in Reute notwendig wird, um den nötigen Platz für die Spinde, das zweite Fahrzeug sowie getrennte Duschen zu erhalten. Da dadurch der Aufenthaltsraum wegfallen wird, ist die Schaffung eines neuen, größeren Aufenthaltsraumes im alten Schulhaus sowie die Renovierung der dortigen Toiletten vorgesehen.

Erstmals fand in diesem Jahr der bisherige Gaisbeurer Weihnachtsmarkt im neuen Gewand statt: als Dorfweihnacht von Reute und Gaisbeuren am Samstagnachmittag. Neben dem wie gewohnt mit tollen Ausstellern (u.a. Schule, Kindergarten, Ministranten) besetzten Weihnachtsmarkt in der Halle war in diesem Jahr auch erstmals der weihnachtlich dekorierte Dorfplatz mit einbezogen, auf dem sich in den Abendstunden Jung und Alt zum Glühwein- oder Kinderpunschtrinken trafen, zum Stockbrotgrillen oder auch einfach nur zum Aufwärmen an den dafür aufgestellten Grillschalen. Auch kulinarisch war einiges geboten, neben dem Kuchen von den Landfrauen gab es Waffeln von der Durlesbachschule, Weihnachtsgebäck vom Gaisbeurer Kindergarten, Kartoffelnudeln und Räubersuppe von den Narren aus Reute, Würstchen vom Obst- und Gartenbauverein sowie Maroni vom Verein Durlebach-Bähnle. Für die musikalische Unterhaltung sorgten unter anderem in bekannter Qualität die Jungmusiker des Musikvereins Reute-Gaisbeuren. Die Dorfweihnacht soll in erster Linie speziell für die Bürger und die Vereine sein, schön wäre es im kommenden Jahr noch weitere Vereine und Akteure mit einem kleinen Beitrag in die Veranstaltung einbeziehen zu können.

Besonders erfreulich entwickelt hat sich 2013 die Anlaufstelle (AST) der Solidarischen Gemeinde. Sie hat jetzt ihre feste Heimat in der ehemaligen Ortschaftsverwaltung Reute am Dorfplatz neben den Büros der Kath. Kirchengemeinde St. Peter und Paul. Die AST bietet mit ihrem Mitarbeiterteam bereits einige Freizeitangebote (Wanderungen und Spielenachmittage). Auch die Fahrdienste haben ihre Arbeit aufgenommen. Die Angebote vor allem für unsere kranken und älteren Mitbürger werden zügig erweitert. Die Initiatoren haben sich zum Ziel gesetzt, die Gemeinschaft zu stärken und unseren Mitbürgern mit vielen Angeboten ein Leben und Wohnen in Reute-Gaisbeuren möglichst attraktiv zu gestalten. Dabei wollen auch die Ortschaften mitwirken.

Schließlich noch etwas aus Durlesbach. Fleißige Mitarbeiter des Vereins Durlesbach Bähnle haben zum Jahresende und passend zum überdachten Bahnhof einen schönen, gepflasterten Bahnsteig fertig gestellt. Er macht unser Eisenbahndenkmal für Besucher noch attraktiver und schafft Möglichkeiten, hier auch mal ein kleines Bahnsteigfest abzuhalten.

Ein ganz herzliches Dankeschön für ihren tollen Einsatz geht selbstverstädlich auch an alle Mitarbeiter der Ortschaften sowie an Herrn Reischmann und Frau Göppel, denen es zu verdanken ist, dass wir uns auch heute wieder wie jede Woche an unserem tollen Amtsblatt erfreuen können. Für die Aussichten auf das neue Jahr 2014 halten wir es mit dem französischen Philosophen Blaise Pascal: "Es gibt bereits alle guten Vorsätze, wir brauchen sie nur noch anzuwenden."

Wir wünschen Ihnen für 2014 alles Gute, vor allem Gesundheit!

 


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Volkstrauertag 2013

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