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B30

Der Aus-/Neubau der Bundesstraße 30 ist ein Thema, das die Ortschaft Reute-Gaisbeuren, insbesondere die Ortsteile Reute und Gaisbeuren, die Stadt Bad Waldsee und die Raumschaft schon sehr lange bewegt.

Seit 1958 - vor mehr als 50 Jahren - liegt der erste Antrag auf die Festlegung einer Trasse für die Ortsumgehungen Enzisreute und Gaisbeuren zurück. Die Planung wurde abgelehnt. Auch im Laufe der Jahrzehnte kamen ein Aus-/Neubau nicht zu Stande.
 
 
Bund bestätigt hohe Bedeutung

Die B 30 ist einer der wichtigsten Hauptverkehrsachsen in Deutschland. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung bescheinigt, dass die B 30 "im oberschwäbischen Raum die wichtigste Nord-Süd-Verbindung" darstellt. Die B 30 ist die Nord-Süd-Hauptverkehrsachse des südöstlichen Baden-Württembergs.
 
 
Verkehrsbelastung ist ungewöhnlich hoch

Die Ortsteile Gaisbeuren und Enzisreute sind die letzten "echten" Ortsdurchfahrten der B 30 zwischen den bedeutenden Wirtschaftszentren Ulm und Ravensburg. An Werktagen fahren durchschnittlich 22.700 Fahrzeuge, davon ca. 2.000 Lkw durch unsere Orte. Die Ortsdurchfahrten von Gaisbeuren und Enzisreute gehören damit zu den am höchsten belasteten Ortsdurchfahrten in Deutschland. Die gesamte Verkehrsbelastung auf der B 30 in Gaisbeuren und Enzisreute ist 2,9-mal höher als im Durchschnitt, die Belastung durch den Schwerverkehr liegt sogar 4,7-mal so hoch.
 
 
Überlastet und hohe Trennwirkung

Die B 30 ist während der Hauptverkehrszeiten, morgens und abends häufig überlastet. Morgens herrscht praktisch schon ab der Ausfahrt Bad Waldsee-Süd Stau. Ähnlich ist die Situation abends. Teilweise bilden sich Staus bis auf das Gebiet der benachbarten Gemeinde Baindt zurück.

Das ist nicht nur ein Problem für die Region. Die Anwohnerinnen und Anwohner in Enzisreute und Gaisbeuren leiden unter der enormen Verkehrs-, Lärm-, Abgas- und Staubbelastung. Die B 30 teilt die Ortsteile Gaisbeuren und Enzisreute in zwei Teile. Das Überqueren der Fahrbahn dauert oft lange und ist vor allem für Kinder, Ältere und Kranke oft gefährlich. Auch die Einfahrt aus vielen Seitenstraßen ist problematisch. Zudem weicht in den Stoßzeiten Verkehr auf Wohngebiete und den Ortsteil Reute aus, belastet dort unnötigerweise die dort lebenden Anwohnerinnen und Anwohner.
 
 
Unzureichende Verkehrssicherheit

Jedes Jahr sterben auf der B 30 Menschen. Besonders berüchtigt ist der Streckenabschnitt im Waldgebiet zwischen Enzisreute und dem Egelsee.
 
 
Zukünftige Entwicklung

Neuere Gutachten und Untersuchungen gehen davon aus, dass sich die Situation auf der B 30 noch zuspitzen wird. Die Verkehrsstudie Ost des Regionalverbands Bodensee-Oberschwaben geht sogar davon aus, dass es zu großräumigen Verkehrsverlagerungen von der A 96 zur B 30 kommen wird, sobald die Ortsumgehung Ravensburg fertiggestellt ist und die B 30 von dort weiter nach Friedrichshafen ausgebaut wird.
 
 
Was wir tun werden

Fachleute sind sich einige, dass eine nachhaltige Verbesserung an der B 30 dringend notwendig ist und nur durch einen Aus-/Neubau erreicht werden kann. Wegen der sehr hohen Belastungen gibt es nach dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik keine andere Lösung, um die bestehenden Probleme zu beheben.

Ein großes Anliegen ist uns deshalb, dass der Neu-/Ausbau der B 30 zwischen dem Egelsee und Bad Waldsee als Ortsumgehung Gaisbeuren und Ortsumgehung Enzisreute in den Bundesverkehrswegeplan 2015 in eine vordringliche Kategorie mit Planungsrecht aufgenommen wird. Um die Chancen für diese Aufnahme zu erhöhen, hat das Regierungspräsidium Tübingen die hierzu beste Anmeldetrasse erarbeitet und im Sommer 2013 vorgelegt. Die Ortschaftsräte Reute und Gaisbeuren haben sich deshalb einstimmig für die West-Trasse als Anmelde-Trasse ausgesprochen.
 
Wir wollen eine Lösung und sind uns unserer Verantwortung nicht nur Bergerinnen und Bürger gegenüber, sondern auch der Region gegenüber bewusst. Nach dem Planungsrecht besteht, kämpfen wir für eine Tunnellösung für Gaisbeuren. Wir sind davon überzeugt, dass die Tunnel-Lösung die richtige Lösung für Reute-Gaisbeuren ist.